Studie: Pressearbeit in Spanien
April 10, 2007 von Sebas
Estudio: Trabajo de prensa en España
Große Geheimnisse lüfteten die Consulting-Unternehmen Demométrica und Estudio de Communicación eher nicht, als sie vor einem Jahr die erste ausführliche Studie zur Kommunikation zwischen Unternehmen, Institutionen und Journalisten in Spanien (PDF) veröffentlichten. Interessant und lesenswert sind die Ergebnisse dennoch:
Pressemeldung - Quantität
Durchschnittlich erreichen den spanischen Journalisten 69 Pressemeldungen pro Tag. Doch nur ein geringer Anteil der hereinflatternden Infos ist verwertbar - magere 12 Prozent.
Qualität
Der Hauptgrund für die Nichtveröffentlichbarkeit? Die Meldungen sind oft zu “propagandistisch”, zu werblich und ohne Verständnis für die journalistische Mentalität verfaßt. Geschätzt werden von den Medienmachern hingegen Nachrichten, die genau, schnell und informativ sind. Am vertrauenswürdigsten gelten Informationen durch persönliche Gespräche, am besten exklusiv. Spanische Journalisten schätzen Kontakte von Angesicht zu Angesicht.
Informationskanal
Am praktikabelsten zur Übermittlung von Presseinformationen gilt den Spaniern zweifelsohne die Email, dicht gefolgt von Telefon. Auch das Fax-Gerät steht auf der iberischen Halbinsel noch relativ hoch im Kurs - insbesondere bei TV-Journalisten. Webseiten mit Hintergrundinfos werden ebenfalls als nützliches Recherchewerkzeug geschätzt.
Verglichen mit Deutschland sind die Unterschiede in puncto Pressearbeit auf den ersten Blick marginal. Oder etwa doch nicht? Der Unterschied liegt im Detail. Dazu später mehr…
(via “periodistas21″)
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